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Industrielle Revolution von unten

Apple hat bis heute kein iPhone 5 Dock auf den Markt gebracht und auch der Zubehörmarkt sieht eher düster aus: Außer billigsten „China“-Docks und ein paar Ankündigungen gibt es bisher nichts.

Der 3D-Drucker aus dem das Dock kam
Der 3D-Drucker aus dem das Dock kam

Ich hätte aber gerne ein Dock für mein iPhone 5. Beim entwickeln finde ich es praktisch das Telefon vor mir stehen zu haben, außerdem hat es so einen festen Platz auf dem Schreibtisch und kann sich aufladen. Also was tun? Als erstes habe ich mein Geld in ein blockdock gesteckt. Das ist komplett aus einem Stück Aluminium gefräst und wirkt sehr hochwertig. Leider sitzt bei diesem das iPhone nur auf dem Ladekabel, dass Dock ist also eigentlich nur ein Kabelhalter.
Das iPhone hält auf dem Kabel, ist aber leider sehr wackelig, ich kann es kaum bedienen, ohne das ich Angst haben muss, dass es gleich abknickt. Also musste etwas her, dass das iPhone auch etwas „stützt“. Um das Problem zu lösen habe ich mich dann auf die Suche auf thingiverse gemacht und wurde fündig. Ein Dock mit Vertiefung und kleiner Stütze auf der Rückseite war schnell gefunden, die Auswahl war sogar riesig. Ich entschied mich für dieses. Warum? Weiß ich auch nicht, aber es erschien mir das Beste.

Da ich keinen 3D Drucker besitze brauchte ich jetzt noch jemanden der mir das Teil druckt. Es gibt Anbieter die solche Auftragsarbeiten mit sehr teuren Lasersinther-Druckern herstellen (Das sind die Teile mit dem weißen Pulver). Das Problem ist, dass diese Verfahren eher teuer sind und die Ergebnisse eher zum angucken als zum täglichen Benutzen sind. Um ein Dock zu erhalten, dass man auch jeden Tag als Dock benutzen kann sollte mensch auf das „Fused Deposition Modeling“-Verfahren setzen (Das ist das mit dem Plastikdraht und der „Heißklebepistole“).

Das gedruckte Dock
Das gedruckte Dock

Soweit zur Theorie, in der Praxis gibt es hier in Berlin einen Anbieter namens CAMGeeks, dieser druckt einem jedes 3D-Modell, wenn man die STL-Datei hat, solche bekommt man zum Beispiel beim oben schon genannten Thingiverse. Ich habe mich als Material für ABS entschieden, mensch kann aber auch PLA bekommen. Bezahlen muss man 2€ pro Minute Druckzeit. Um eine Relation zu bekommen: Das Dock hat mich etwa 30€ gekostet. Aber keine Sorge, man bekommt einen Kostenvoranschlag.

Der Service von CAMGeeks war richtig gut: Ich habe über das Webformular eine Datei hochgeladen und meine Daten angegeben, nach ein paar Stunden hatte ich ein Angebot und nach meinem „OK“ war das Dock innerhalb von 2 Tagen gedruckt und ich konnte mir aussuchen ob ich es im Wedding abholen will oder es mir schicken lassen will. Um mir mal deren Drucker anzugucken und ein bisschen zu Fachsimpeln bin ich natürlich vorbeigekommen. Auf den Fotos seht ihr den  Drucker aus dem mein Dock kam (ein Shapercupe) und das fertige Dock. Morgen geht es dann in den Alltag-Büro-Test. Ich bin gespannt wie es sich bewährt und ob ich es noch mal anpassen muss. Ich werde euch auf dem Laufenden halten.

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